In diesem Jahr feiern wir weltweit den 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (UDHR - Universal Declaration of Human Rights), und wie überall in der Welt sollte dieser Jahrestag auch im „Zentrum der Verteidiger der Menschenrechte“ im Iran begangen werden.
Allerdings stellt die Diskussion über die Menschenrechte im Iran ein Tabu dar, dessen Bruch unter Strafe gestellt wurde. Aus diesem Grund werden die Verteidiger der Menschenrechte verhaftet, gefoltert und in einigen Fällen auch entführt und getötet.
Wir zitieren hier einen Absatz aus einer am 22. Dezember 2008 erschienenen Presseveröffentlichung der Internationalen Vereinigung für Menschenrechte (FIDH - Fédération Internationale des Ligues des Droits de l’Homme) und der Weltorganisation gegen Folter (OMCT - Organisation Mondiale contre la Torture):
„Am 21. Dezember 2008 wurde die Teheraner Zentrale des Zentrums der Verteidiger der Menschenrechte, einem Mitglied der FIDH im Iran, auf brutale Weise und ohne rechtliche Legitimation durchsucht und danach von der Polizei geschlossen. Für diesen Tag war ursprünglich eine private Veranstaltung anlässlich des 60. Jahrestags der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vorgesehen.“
Wie aber verhält es sich nun mit dieser Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte? Haben wir im 21. Jahrhundert nicht das Recht, von Rede-, Meinungs-, Religions- und Glaubensfreiheit zu sprechen? Haben wir nicht das Recht, Gewerkschaften, Verbände, Organisationen und politische Parteien zu gründen und die Gleichheit von Frauen und Männern sowie die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung und der Kunst zu verteidigen und in unserer Muttersprache zu sprechen?
Frau Shirin Ebadi, die im Jahr 2003 den Friedensnobelpreis erhielt, hat zusammen mit anderen engagierten Anwälten das Zentrum der Verteidiger der Menschenrechte in Teheran gegründet. Das Büro dieses Zentrums wurde mit Geldern gekauft, die aus der Dotierung des Frau Ebadi verliehenen Nobelpreises stammten.
Wir fordern Aufklärung darüber, durch welches Verhalten und aus welchen Gründen sich das Zentrum der Verteidiger der Menschenrechte diesen Hass und diese brutale Unterdrückung der Islamischen Regierung des Iran zugezogen hat.
In ihren Statuten hat diese Organisation drei Punkte festgeschrieben:
1.Unentgeltliche Verteidigung von Meinungs- und politischen Gefangenen.
2.Unterstützung der Familien von Meinungs- und politischen Gefangenen.
3.Andauernde Veröffentlichung von Verletzungen der Menschenrechte im Iran.
Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es Abgesandten der Vereinten Nationen nicht möglich ist, ein Einreisevisum für den Iran zu erhalten, sehen verschiedene internationale Organisationen und der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon unsere Berichte als authentische Quelle für Informationen zur Menschenrechtssituation im Iran an, um den Iran wegen der begangenen Menschenrechtsverletzungen vor der Allgemeinen Vollversammlung der UN 2008 zu verurteilen.
Wir klagen hiermit die iranische Regierung wegen der Schließung des Zentrums der Verteidiger der Menschenrechte im Iran und der Gefährdung von Leib und Leben der Verteidiger der Menschenrechte an.
Wir, die Unterzeichner dieser Petition, seien wir Privatpersonen, politische Parteien, Interessensgruppen oder Organisationen, erklären unsere volle Unterstützung für die Verteidiger der Menschenrechte und verurteilen offiziell sämtliche Arten von Einschüchterung, Verhaftung und Missachtung gegenüber diesen Aktivisten und insbesondere gegenüber Frau Shirin Ebadi.
Wir fordern die iranische Regierung in ihrer Eigenschaft als Unterzeichner der Konventionen der Vereinten Nationen auf, unverzüglich die bedingungslose Wiedereröffnung des Zentrums der Verteidiger der Menschenrechte anzuordnen.
Diese Petition wird unterstützt von:
Fédération d’Europerse, Belgien
Amnesty International Belgien
Internationale Vereinigung für Menschenrechte
Liga für Menschenrechte im Iran (nach Paris verbannt)
Anwar Mir Sattari, Mitglied der Europäischen Grünen Partei (EGP)
Emile Frank, AI Belgien
R. Gilavai, persischer Dichter und Leiter des Menschenrechtsbüros Europerse
Diese Petition wird in folgenden Sprachen veröffentlicht: Persisch (Farsi), Englisch, Französisch, Niederländisch, Türkisch, Spanisch, Italienisch, Arabisch, Russisch, Azeri und Deutsch.
Die gesammelten Unterschriften werden wöchentlich an die folgenden Organisationen und Personen versandt, bis das Zentrum der Verteidiger der Menschenrechte wieder geöffnet und das Zutrittsverbot aufgehoben wird:
1.Vereinte Nationen
2.Amnesty International
3.Der Präsident des Europäischen Parlaments
4.Abteilung für Menschenrechte des Europäischen Parlaments
5.alle Mitglieder des Europäischen Parlaments
6.alle Friedensnobelpreisträger
7.alle demokratischen Parteien und iranischen Oppositionsgruppen
8.Vereinigung Iranischer Schriftsteller
9.Internationale Medien
Anmerkung : Wenn Sie diese Petition unterzeichnen, dann bitte mit Ihrem vollständigen Vor- und Familiennamen. Unvollständige bzw. abgekürzte Unterschriften werden nicht berücksichtigt.
Written By:
A – The Organisations:
Amnesty International (Francophone) - Belgium,
Federation Europerse - Belgium,
Foundation Abdolrahman Broumand,
International Federation of Leagues of Human Rights (FIDH),
League of Human Rights in Iran (exiled in France).
B- The Personality:
1.Abghari Shahla, Professor, Life University, USA,
2.Abghari Siavash, Professorof Business Administration, Morehouse College, USA,
3.Aghelizadeh Abbas, Republicain, Human Rights activist – Germany,
4.Allamehzadeh Reza, Film-director, Writer -Netherlands,
5.Amjadi Nastaran, Women’s Movement and Human Rights activist - Germany,
6.Araz M. Fanni, Coordinator for Forum Human Rights and democracy & Coordinator for Federation of Iranian Associations in Sweden,
7.Aryanpour Amir-Houshang, writer and researcher, Member of Iranian National Planning Group (INPG) - USA,
8.Ashouri Dariush, writer, political, social, literary and linguistic critic – France,
9.Bekaert Philipp, philosophe and activist Republican and laïc in Belgium,
10.Beizaie Niloufar, Director, actress and political activist- Germany,
11.Choubineh Bahram, Writer - Germany,
12.Coeurnelle Didier, Belgian Green Party (ECOLO) representative in central council of European Green Parties – Belgium,
13.Darvishpour Mehrdad, Professor of sociology, University of Stockholm - Sweden,
14.Degati Reza, Photojournalist, "President & Founder Ainaworld.org"- France,
15.Feyzi Shahab, Human Rights activist – Sweden,
16.Fincan Tural, member of the Belgian Green Party ( ECOLO) - Belgium,
17.Frank Emile, Amnesty International – Belgium,
18.Geerts Nadia, One of the founders of the Europress, philosophe and activist Republican and laïc in Belgium,
19.Ghasemi Akhgtar, journalist and photographer – Germany,
20.GilAvaei,Responsible for the section of DDH EUROPERSE and Poet & writer in exile - Netherlands,
21.Gubin Eliane, Professor Emeritus, Université Libre de Bruxelles – Belgium,
22.IDJADI Jalal, University professor and member of the Green Party – France,
23.Lahidji Abdel-Karim, Director of the Human Rights League in Iran – France,
24.Mamedova
Tarana, Co - Chairman
of the Greens' Party of the Republic of Azerbaijan,
25.Mir Sattari Anwar, member of the European Green Party and president of the Federation Europerse,
26.Mohseny Parvine, Gender equality activist and the vice-chair of EUROPERSE, Belgium,
27.Nadjie Nima, Human Rights activist - Sweden,
28.Nayeb Hashem Hassan, Human Rights activist – Austrian,
29.Ohadi Saeid, Human Rights activist – Sweden,
30.Ordoukhani Abolfazl, Writer, Belgium,
31.Parsipur Shahrnush, writer and ex-political prisoner – USA,
32.Pour-Naghavi Ali, Editor of « Kar-online » publication – Netherlands,
33.Puissant Jean, Professor Emeritus, “Université Libre de Bruxelles” - Belgium,
34.Shams Haeri Hadi, Human Rights activist,
35.Taghipoor Masoomeh, Director, actress, poet & researcher – Sweden.
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